Samstag, 25. Februar 2012

Laura Whitcomb- Silberlicht (Rezension)

Verlag: PAN
Preis: 14.99€
Seiten: 320
Art: gebundene Ausgabe
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Kurzbeschreibung:
Helen ist tot. Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. Als durchsichtiger Schatten einer einst wunderschönen Frau bleibt sie auf Erden gefangen. Niemand sieht sie und niemand kann sie berühren. Sie ist die stille Muse ihrer »Bewahrer«, allesamt Schriftsteller, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden. Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und … er lächelt!

Cover:
Das Cover finde ich hier sehr passend. Man sieht das Gesicht einer wirklich gut aussehenden Frau, die aber etwas verblasst im Hintergrund zu sehen ist. Das Buch ist über und über mit Ranken beschmückt.  Die Frau blickt ein wenig traurig nach unten. Es sieht aus, als würde sie von Licht bestrahlt werden. Es passt wirklich sehr gut zur Geschichte.

Zitat:
Wenn man Licht ist, ist es nicht der Hauch des Vorbeihuschens, der eine Blume zum Beben bringt, oder das Vorbeistreichen der Röcke, das Wandbehänge flattern lässt. Wenn man Licht ist, sind es allein die Emotionen, die die glatte Oberfläche der greifbaren Welt kräuseln. (S. 9 in der BQ Ausgabe von Bertelsmann)

Schreibstil:
Ein einfacher, aber schöner Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Die Protagonistin ist Helen, die eine Lichtgestalt ist. Man kann all ihre Gefühle und Gedanken verstehen und nachvollziehen und es bleibt nichts unklar. Es passt also alles zusammen.

Charaktere:

Helen:
Helen ist eine Lichtgestalt. Sie ist nicht richtig gestorben, gehört aber auch nicht zu den Lebenden. Keiner kann sie sehen oder hören, was es nicht gerade schön für sie macht. Sie kann nur machen, das manche Menschen sie ein wenig fühlen. Ohne diese Menschen (ihre Begleiter) kann sie nicht mehr leben. Sie muss sich immer an einen von ihnen binden und kann sich nicht weit von ihnen entfernen. Sie ist 130 Jahre alt.

James Deardon:
James Deardon ist wie Helen eine Lichtgestalt. Naja, keine richtige, da er einen menschlichen Körper besitzt, mit dem er sich frei bewegen kann, er kann ein richtiges Leben führen. Doch so einen Körper muss man erstmal finden, da nicht jeder Mensch "leer" ist. Er lebt in dem Körper des Billy Blake. Billy Blake jedoch hat eine zerbrochene Familie und jede menge Probleme, mit denen James nun klar kommen muss.

Details und meine Meinung:
Helen und James lernen sich in der Schule kennen, da ihr Begleiter James Englischlehrer ist. Sie geht schon immer mit ihm zum Unterricht und wurde bis dahin von noch keinem Menschen gesehen. Doch dann ist da plötzlich dieser Billy alias James, der sie ansieht und lächelt. Sie ist verängstigt und weiß nicht was sie machen soll. Später beschließt  sie, ihn doch mal näher kennen lernen zu müssen, da sie einfach mal wieder mit jemandem reden muss, der sie versteht. Sie erfährt, dass James ebenfalls "Licht" war, sich jedoch den Körper von Billy Blake zu seinem gemacht hat, da er leer war. Billy lebte nicht mehr wirklich, sein Körper ja, doch sein Geist nicht. Als Helen James fragt, wie sie für ihn aussieht sagt er, dass es immer unterschiedlich ist und sie mal leuchtet, mal ist sie silber. Ich finde es ist sehr passend zum Titel beschrieben, da es sich hier wiederfindet. Helen und James verbindet etwas und manchmal, da kann Helen ihn sogar berühren. Doch das ist dann auch schon alles. Sie will ihn aber doch weiter berühren und entwickelt Gefühle für ihn, doch schafft sie es, einen menschlichen Körper zu ihrem zu machen? Einen leeren Körper zu finden? Und wenn ja, kommt sie dann mit der neuen Sprache und der Familie klar? Sie weiß einfach nicht, ob sie es möchte.. Ich finde die Geschichte des Buches einfach wunderbar. Es hat mir sehr gefallen, wie der Tod, das Dasein als "Licht" und das Leben im Buch beschrieben wird. Und auch die Liebe von Helen und James war weder zu schnulzig und aufgesetzt noch zu leicht beschrieben. Es war wirklich sehr gut zu lesen!

Fazit:
Ich bin mit sehr niedrigen Erwartungen an das Buch herangegangen, doch das war garnicht nötig. Es hatte für mich so ziemlich alles, was ein gutes Bucht braucht. Charme, Witz, Liebe, Trauer und Wut, Angst und noch mehr!

Wie würde ich das Buch in einem Satz beschreiben? :
Ein Buch über Liebe & Tod, das mich sehr berührt hat.

Punkte:
4,5/5


4 Kommentare:

  1. Eine ganz tolle Rezi hast du da geschrieben, kann man sehr gut lesen und ich habe auch Lust mir das Buch zuzulegen oder zu tauschen
    LG

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    1. Vielen Dank :)
      Ja, ich würds mir an deiner Stelle auch zulegen :)
      Ich kann leider nicht tauschen, da Junebug es auch noch haben will ;)

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  2. Ui,jetzt freu ich mich noch mehr darauf es zu lesen,ich habe es mir nämlich frisch ertauscht :)
    LG

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