Mittwoch, 23. Mai 2012

Maurizio Temporin- Ascheträume



Verlag: IVI (März 2012)

Seiten: 464

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Preis: 14,99€

Leseprobe: Klick

Kurzbeschreibung:

Was stimmt nicht mit Thara? Nicht nur, dass sie ihre violette Augenfarbe hinter einer Sonnenbrille verbergen muss- sie schläft in aufregendsten Momenten ein. Zum Beispiel bei einem Date mit dem heißesten Jungen der Schule. Thara passt nicht in ihre Welt, doch den Grund dafür erfährt sie erst, als sie an der Blüte einer Schwertlilie riecht. Denn plötzlich verliert sie das Bewusstsein und erwacht im Cinerarium, einer Welt aus Asche, die von grauenerregenden Kreaturen bevölkert wird. Und sie erfährt, dass sie alles andere als ein normaler Teenager ist. Aber warum befindet sich ausgerechnet Nate, der Junge mit den Regenbogenaugen hier? Beim Versuch ihren Freund aus dem Cinerarium zu befreien,, öffnet Thara unwissentlich einem Wesen das Tor, das nur darauf gewartet hat, ihre Welt in Schutt und Asche zu legen ...

Cover:

Zu sehen ist ein Mädchen bzw. eine junge Frau, die kurze schwarze Haare hat und ihren Blick senkt, sodass man ihre Augen nicht sehen kann. Sie ist bis zum Kinn mit einer lilafarbenen Blüte einer Schwertlilie bedeckt. (Ich denke, dass es diese Blume darstellen soll). Das passt natürlich sehr gut zum Inhalt, da Thara ja an einer Schwertlilie riechen muss, um in Cinerarium zu kommen. Auch der Titel passt wirklich gut zum Inhalt, da sie in einer Welt reist, die aus Asche besteht. Das Cover bekommt schon einmal volle Punktzahl von mir!

Zitat:

"Und unsere Eigenheiten lenken unser Leben, sie ziehen uns an und stoßen uns ab." (S.102)

Charaktere:

Thara: Ist die Protagonistin. Das Buch ist aus ihrer Sicht in der Ich- Perspektive geschrieben.
Thara ist kein normales Mädchen. Sie kann in eine andere Welt reisen, in eine Zwischenwelt, die nur aus Asche besteht.
Doch Thara könnte auch ohne ihre 2 Freunde nicht überleben:

Christine:
Ist Thara's beste Freundin und allein wegen ihres Aussehens anders, als die anderen. Doch sie ist stark und mutig und wehrt sich, wenn Thara es nicht tut. Sie hat immer einen fiesen Spruch auf den Lippen und schreckt vor niemandem zurück. Es gibt einen Satz in dem Buch, der mich echt zum Schmunzeln gebracht hat: "Sie kleidete sich schwarz und trug komische Strümpfe. Sie war zu niemandem nett- würde ihr jemand die Hand reichen, sie würde wohl hineinbeißen." (S. 20)

Leonard:
Ist der einzige Junge, mit dem sich Thara wirklich versteht. Auch er ist wie Thara und Christine ein Außenseiter. Er trägt viel zu weite Kleidung, sein Schnürsenkel sind nicht immer gebunden und er liebt Fleecejacken mit Kapuze. Außerdem ist er ein Tüftler, der immer neue Sachen herausfinden will.
Auch hier eine Textstelle: "Er saß hinten in den letzten Reihen und erprobte die Wirkung der Schwerkraft mit einem Gummiband und einem Radiergummi." (S. 30)

Nate:
Ist der Junge, den sie in der Aschewelt trifft. Er hat Regenbogenaugen und kann sich nicht mehr an ein Leben erinnern, bevor er in diese Welt- in's Cinerarium gekommen ist. Er und Thara wollen der Ursache auf den Grund gehen und Thara will ihn aus dieser schrecklichen Welt herausholen!

Schreibstil:

Der Schreibstil war einfach und flüssig zu lesen. Durch die Perpektive bekommt man besseren Einblick und auch, die Zeit- nämlich Vergangenheit, passt sehr gut zu dem Buch! 


Details und meine Meinung: 

Also, es fängt eigentlich sehr gut an! Das erste Kapitel, warscheinlich der Proloh mit der passenden Überschrift "Schwarzer Schnee" hat mich vollkommen überzeugt, sodass ich mich total auf den weiteren Verlauf des Buches gefreut habe.  Es geht um Thara's Geburt, oder besser gesagt, um den Moment davor.

Tharas Mutter und ihr Vater sind im Auto, da Thara selbst bald auf die Welt kommen wird. Bei ihrere Mutter treten bereits die Wehen, doch es war Stau. Doch was war der Grund dafür?
Ein Mann, der durch das Feuer geht. Eine Explosion, eine heftige. Schwarzer Schnee mitte August.
Doch Thara selbst hat die Geschichte bis zu diesem Zeitpunkt nie geglaubt. Heute weiß sie, was es bedeutet: Das Zeichen für die Ankunft eines Wesens aus dem Feuer.

Es geht weiter aus Thara's Sicht. Es beginnt gleich mit einem peinlichen Erlebnis ihrerseits. Sie schläft bei einem Date ein. SEHR peinlich, wie sie findet, zumal Esteban der Traumtyp der ganzen Schule ist und er ausgerechnet mit ihr ausgehen will. Doch danach spielt er nur noch am Rande eine Rolle.

Viel wichtiger ist die Stelle, als Thara zum ersten mal an einer Schwertlilie riecht und im Reich der Asche versinkt. Dort trifft sie auch das erste Mal auf Nate. Nate ist einfach unglaublich. Er rettet sie, als sich die Aschekreaturen ihr nähern. Aber er ist komisch. Er kann sich an nichts mehr erinnern, was vorher war. Außerdem weiß Thara bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sie bald verschwinden wird. Wieder in ihre Welt, raus aus diesem wirklichen Traum.

Thara trifft auf Charles. Er wohnt ganz bei ihr in der Nähe und hat ihr bereits einmal geholfen, doch er und Thara's Mutter sind zerstritten, es geht um ihren Vater.
Thara entschließt sich mehr heraus zu finden und besucht ihn. Sie verstehen sich eigentlich sehr gut, Thara mag ihn, ja.. ich denke sie könnte ihn sich als Vater wünschen, aber:
Bei einer weiteren Begegnung nimmt er sie mit zu einer Bar, die im Hinterraum ein Kino hat UND er schenkt ihr dieses, damit sie und ihre Freunde einen Platz haben, um sich zu treffen. Aber mal ehrlich, wer schenkt dem Nachbarkind denn bitte ein Kino? Ich persönlich finde das total unlogisch und seltsam. Und vor lauter Dank gibt sie ihm ein Küsschen auf die Wange. Natürlich auch sehr logisch, dass man einem fast Fremden ein Kuss gibt, oder?!

Thara findet immer mehr heraus, über die Welt der Asche, bis hierhin ist es eigentlich ganz in Ordnung und war auch relativ interessant, auch, als sie Nate näher kennen lernt und beschließt, ihn aus der Aschewelt zu holen. Doch dann kommt der Burner:

Zu der Aschewelt kommen noch Vampire hinzu. Ich meine das hätte ich nicht erwartet, hat mich aber ein wenig abgeschreckt, da ich das ganze dann irgenwie unnötig fand und kein gutes Ende oder keine gute "zweite Hälfte" dargestellt wird. Tut mir leid Herr Temporin ;)

Dennoch war es sehr angenehm zu lesen, bis auf die negativ angesprochenen Aspekte, bei denen ich manchmal echt lachen musste, weil ich es so unpassend und (entschuldigung) dämlich fand.

Fazit:

Anfangs ist es gut, doch zum Ende hin wird es schlechter.

Herzen:

 

5 Kommentare:

  1. ^^ Ich find's auch eher komisch, dass der ihr ein KINO schenkt. :D

    <3

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  2. Hey Jana,

    eine tolle Rezension, die es wirklich auf den Punkt bringt! Ich lese das Buch auch gerade und fand es ganz gut, bis zu der Stelle, als die Vampire ins Spiel kamen. Darüber war ich echt enttäuscht, denn sonst hätte man aus der Story echt was machen können.
    Ja, und es gibt wirklich ein paar Stelle, wie z.B. das mit dem Kino, die echt seltsam sind.
    Bin jetzt ja, bei "der zweiten Hälfte" und obwohl das Buch nicht schlecht geschrieben ist, lese ich es seit den Vampiren nicht mehr so gerne.

    Wirst Du Dir denn die Fortsetzung zum Buch kaufen?

    LG
    Monika
    www.suechtignachbuechern.blogspot.de

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    1. Hi :)
      Danke erstmal für das Lob :)
      Ja, manche Dinge find ich einfach unnötig. Wenn diese Teile weggelassen werden würden, wäre es gleich viel besser! ;)

      Ja, ich denke schon.. Ich lese eigentlich immer die Fortsetzungen in der Hoffnung, dass sie besser werden :)
      Außerdem will ich wissen, was mit Nate passiert ;)

      LG
      Jana

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  3. Eine gelungene Rezi!!! Sehr nachvollziehbar. Schade, dass das Buch zum Ende hin so abgebaut hat. :(

    LG
    Lilly

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